Chronik

1857 Beginn der unternehmerischen Tätigkeiten Julius Friedrich Espenschieds in Mannheim
1863 - 1880 Otto Reinhards Tätigkeit als Ziegler und Kalkbrenner in Mannheim
1863 - 1867 Reinhards Ziegelei bei Friedrichsfeld
1863, 01.03. Übernahme der Mannheimer Zementfabrik durch Julius Friedrich Espenschied
1864 Espenschieds Firma heißt nun Portland-Cement-Fabrik Mannheim
1872 In Deutschland entstehen Steinzeugröhrenfabriken
1873 Espenschieds Fabrik in Mannheim floriert, er beschäftigt 150 Arbeiter
1873, 29.08. Julius Friedrich Espenschied eröffnet auf dem Reinhard`schen Ziegeleigelände bei Friedrichsfeld eine Filiale seiner Zementfabrik
1874/75 Gründerzeitkrise
1876 Umwandlung der Espenschied`schen Zementfabrik in eine Aktiengesellschaft
1876, 15.07. Verselbständigung der Friedrichsfelder Filiale
1878, 07.05. Eintragung von Julius Espenschieds Portland Cement- und Thonwarenfabrik Friedrichsfeld ins Schwetzinger Handelsregister
1878, 16.10. Espenschied scheidet aus der Mannheimer Portland-Cementfabrik aus
1879 Erwerb der ersten Tongrube in Waldhilsbach
1879 Gründung des Männergesangsvereins Frohsinn durch Betriebsangehörige der Espenschied'schen Zementfabrik
1883 -1894 Ultramarin- und Anilinfabrik auf dem Friedrichsfelder Fabrikgelände
1885 Einrichtung einer Fabrikkrankenkasse
1886 In Friedrichsfeld sind 200 Arbeiter beschäftigt
1888 Erstmals Produktion von chemischem Steinzeug
1889 Espenschieds Firma gerät in Liquiditätsschwierigkeiten
1890, 01.01.
und 12.07.
Umwandlung der Einzelfirma in eine Aktiengesellschaft unter der Firmierung Badische Thonröhren- und Steinzeugwarenfabrik, vormals J.F. Espenschied Aktiengesellschaft. Die Aktienmehrheit liegt beim Bankhaus Bonte in Berlin.
1892, 15.06. Otto Hoffmann Direktor der Friedrichsfelder Fabrik
1892, 18.09. Ausscheiden Espenschieds
1893 Diplom der Weltausstellung in Chicago für die Friedrichsfelder Fabrikate
1894 Ehrendiplom der Weltausstellung in Antwerpen
1895 Ehrendiplom der Straßburger Industrie- und Gewerbeausstellung für das Hoffmann'sche Verbindungsstück
1900 Goldmedaille der Pariser Weltausstellung
1902, 16.10. Besuch des Badischen Großherzogs in der Fabrik und höchste Anerkennung
1903 Goldmedaille der deutschen Städteausstellung in Dresden
1905 Beitritt Friedrichsfelds zu einer Preiskonvention deutscher Steinzeugwerke
1906 Ehrendiplom für Kanalisationsartikel auf der internationalen Ausstellung in Mailand
1911 Goldmedaille auf der internationalen Hygieneausstellung in Dresden und Grand Prix auf der Turiner Weltausstellung
1912 Goldene Medaille der Stadt Hannover
1912, 05/06 Der große Streik
1913 Staatspreis des Königsreichs Sachsen
1914 Beschäftigung von 770 Arbeitern und starker Export in fast alle Länder der Erde
1914, 02.08. Direktor Otto Hoffmann gestorben
1914 - 1918 Erster Weltkrieg - Umstellung der Produktion auf den Kriegsbedarf vor allem im Bereich des chemischen Steinzeugs
1915 Erwerb der Steinzeugfabrik Muggensturm bei Rastatt
1922, 01.04. Syndikat "Verkaufsgesellschaft deutscher Steinzeugwerke" in Berlin-Charlottenburg. Generaldirektor des Syndikats wurde Otto Raisig.
1926 Erwerb der Aktienmehrheit durch die Firma Cremer & Breuer in Frechen, Jakob Cremer übernimmt den Vorsitz des Aufsichtsrates.
1927 Erweiterung des Syndikats
1928 915 Beschäftigte
1930 - 1933 Weltwirtschaftskrise - Zusammenbruch des Absatzes
1932 235 Beschäftigte
1935 Errichtung des Feuerwehrgerätehauses
1938 Ausbau der Schleiferei
1939 Ausweitung und Entwicklung der chemischen Abteilung
1939 - 1945 Zweiter Weltkrieg
1943 Verschärfung des Luftkrieges und Beginn der Großangriffe auf Mannheim
1944, 25.04. Verlagerung von Abteilungen nach Muggensturm, Oeslau und Bischweier
1945, 24.03. Die Kriegsereignisse erzwingen die Stillegung der Firma
29.03. Artilleriebeschuß und Feuer in Teilen des Werkes
30.03. Besetzung des Firmengeländes durch die Amerikaner
12.04. - 22.06. Belegung der Kantine und anderer Werksteile durch ehemalige russische Kriegsgefangene
14.04. Beginn der Aufräumungsarbeiten
1946 Wiederbeginn der Produktion
1949 Ende des Wiederaufbaus
1954/55/56 Bau von zwei Tunnelöfen, automatischer Preß- und Trockenanlagen nach dem Verfahren Dr. Gottfried Cremer, Beginn der fließenden Fertigung in der Steinzeugröhrenproduktion. Technisches Porzellan und weißes Steinzeug.
1955 Aufnahme der Verarbeitung von Kunststoffen, Kombination von Kunststoffen und Steinzeug bei chemischen Geräten und Anlagen
1956 Verarbeitung von Elektrographit
1958 Rund 1000 Beschäftigte, der Marktanteil an Kanalisationsprodukten beträgt 10 - 12% des deutschen Bedarfs, Friedrichsfeld ist Hauptproduzent in chemisch-technischem Steinzeug
1960 Bau eines Kunststoffwerkes
1961 Änderung des Firmennamens in Deutsche Steinzeug- und Kunststoffwarenfarbik für Kanalisation und chemische Industrie
1961, 24.12. Ein Großfeuer zerstört einen Teil der Fertigungsanlagen für Kanalsteinzeug
1962 Bau eines neuen Steinzeugwerkes mit Tunnelofen. Gründung der Friedrichsfelder Abwasser- und Verfahrenstechnik GmbH zur Entwicklung von Anlagen für die Abwasser- und Brauchwasserwirtschaft
1964 Beginn der Fertigung von Oxidkeramik, Kunststoffdichtungen für Steinzeugrohre und von Steinzeugrohren mit vorgefertigter Betonummantelung
1965 Beginn der Verarbeitung von hochkorrosionsfesten Metallen
1966 Schließung des Werkes Muggensturm
1967 Ausweitung der Abteilung Oxidkeramik
1969 Eingliederung der Wesselinger Gußwerk -Rheinguß GmbH
1971 Umstellung des Brennbetriebs von Schweröl auf Erdgas, Warenzeichen FRIALIT für oxidkeramische Erzeugnisse
1972 Erhöhung der Kunststoffverarbeitungskapazität und Erweiterung der Werksanlagen
1973 Neugliederung der Cremer-Gruppe und Änderung des Firmennamens in "FRIEDRICHSFELD GmbH Steinzeug und Kunststoffwerke"
1974 Verlegung der Produktion von chemisch-technischem Steinzeug von Kassel-Bettenhausen nach Friedrichsfeld. Entwicklung von Zahnimplantaten
1977, 01.10. Übernahme der DEGUSSIT-Abteilung von Degussa Frankfurt am Main. Expansion der Frialitabteilung
1978, 12.05. Fertigstellung einer neuen Werkhalle für die Abteilung FRIALIT-DEGUSSIT. Verpachtung der Rohrabteilung an ein anderes gruppeneigenes Unternehmen
1979, 01.01. Erwerb der Rhein-Plastik-Rohr-GmbH in Mannheim-Neckarau und Verlagerung der Produktion nach Friedrichsfeld
1982 Stillegung der Steinzeugröhrenproduktion
1983/84 Abriß alter charakteristischer Bauten wie Schornsteine, Ofengebäude und des Wasser- und Uhrturmes
1985 Neuer Bereich Technische Kunststoffe
1986 Sanierung des Verwaltungsgebäudes und der Pfortengebäude. Übernahme der Nordrohr Elmshorn
1988 Übernahme der Rheinhütte Wiesbaden
1989 Übernahme der Th. Jansen GmbH St. Ingbert
1990, 01.08. Umwandlung in die FRIEDRICHSFELD AG
1990 Stillegung der Bleichanlagen, der Topfkeramik, der Titanfertigung und des orthopädischen Geschäfts. Weitere Internationalisierung unter dem Namen FRIATEC
1993 Umwandlung in FRIATEC AG Keramik- und Kunststoffwerke
1997 Änderung des Firmennamens in FRIATEC Aktiengesellschaft
1998 Übernahme durch die Glynwed-Gruppe
2001 FRIATEC jetzt unter dem Dach der Etex Gruppe
2003 FRIATEC AG ein Unternehmen der Aliaxis
2016 Abspaltung der Division Rheinhütte Pumpen als Rheinhütte Pumpen GmbH
2018 Änderung der Rechtsform von FRIATEC Aktiengesellschaft zu FRIATEC GmbH